Erkennst du dich wieder?
Es gibt viele Wege, wie sich Veränderungen an Haar und Kopfhaut zeigen können. Hier findest du die Anliegen, die mir in meiner Praxis am häufigsten begegnen – vielleicht ist deins dabei.
Geheimratsecken
Der Haaransatz an den Schläfen zieht sich zurück, langsam und oft über Jahre hinweg. Das betrifft längst nicht nur Männer – auch bei Frauen kommt es vor, wird dort aber seltener erkannt. Meist steckt eine erbliche Veranlagung dahinter, die aber nicht bedeutet, dass der Verlauf in Stein gemeißelt ist.
Der Haaransatz an den Schläfen zieht sich zurück, langsam und oft über Jahre hinweg. Das betrifft längst nicht nur Männer – auch bei Frauen kommt es vor, wird dort aber seltener erkannt. Meist steckt eine erbliche Veranlagung dahinter, die aber nicht bedeutet, dass der Verlauf in Stein gemeißelt ist.
Diffuser Haarausfall
Diffus heißt: Die Haare werden nicht an einer einzelnen Stelle weniger, sondern gleichmäßig über den ganzen Kopf verteilt dünner. Oft fällt das zuerst beim Styling oder beim Blick in den Spiegel auf – der Ansatz wirkt lichter, der Pferdeschwanz dünner. Ursachen gibt es viele: Ernährung, Hormone, Stress, die Schilddrüse oder ein Zusammenspiel aus mehrerem.
Kreisrunder Haarausfall
Wenn sich einzelne, klar abgegrenzte, runde oder ovale kahle Stellen zeigen, ist das etwas anderes als der diffuse Haarausfall oben – das gehört immer zuerst in ärztliche Hände, weil es sich um eine medizinische Diagnose handelt (z. B. Alopecia areata), die ich nicht stellen darf. Nach der ärztlichen Abklärung begleite ich dich gerne bei allem, was die Kopfhautpflege betrifft.
Juckende, brennende oder gereizte Kopfhaut
Manchmal steht die Kopfhaut selbst im Vordergrund, ganz unabhängig davon, ob schon Haare ausfallen. Spannung, Juckreiz oder ein brennendes Gefühl sind oft ein Zeichen, dass das Gleichgewicht der Kopfhaut gestört ist – durch die falschen Produkte, zu seltenes oder zu häufiges Waschen, oder eine dauerhaft angespannte Kopfhaut.
Schuppen
Trockene, weiße Schüppchen oder ein öliger, gelblicher Belag – Schuppen können ganz unterschiedliche Ursachen haben, von einer zu aggressiven Reinigungsroutine bis zu einem aus der Balance geratenen Mikrobiom der Kopfhaut. Viele greifen hier zuerst zum Spezialshampoo, ohne dass sich am eigentlichen Grund etwas ändert.
Fettende Kopfhaut, schnell nachfettendes Haar
Der Ansatz wirkt schon einen Tag nach dem Waschen wieder fettig, während die Spitzen eher trocken bleiben? Das ist ein Muster, das ich sehr häufig sehe – und das oft weniger mit der Kopfhaut selbst zu tun hat, als mit der Art, wie gewaschen und gebürstet wird.
Haarausfall in den Wechseljahren
Mit sinkendem Östrogenspiegel verändert sich das Gleichgewicht, das den Haarzyklus mitsteuert – mehr Haare wechseln gleichzeitig in die Ruhephase, was sich einige Monate später als spürbar vermehrter Ausfall zeigt. Das ist eine der häufigsten Umstellungsphasen, in denen ich Frauen begleite, und in aller Regel keine dauerhafte Veränderung.
Haarausfall nach der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft wirkt das Haar bei vielen besonders voll – erhöhte Hormonspiegel verlängern die Wachstumsphase. Nach der Geburt kippt dieser Effekt oft um, und mehrere Haare gehen gleichzeitig in die Ruhephase über. Das kann sich dramatisch anfühlen, ist aber in den allermeisten Fällen ein vorübergehender Prozess.
Haarausfall durch Stress
Hält Stress über Wochen oder Monate an, bekommt die Haarwurzel weniger Durchblutung, Sauerstoff und Nährstoffe. Das zeigt sich oft erst zwei bis drei Monate nach der eigentlich belastenden Phase – weshalb viele den Zusammenhang zunächst gar nicht erkennen.
Dein nächster Schritt
Wenn dir eines dieser Themen bekannt vorkommt, musst du nicht raten, woran es liegt. Mit meiner Online-Auswertung oder einem Vor-Ort-Termin bei mir finden wir das gemeinsam heraus.
Bei kreisrunden, klar abgegrenzten kahlen Stellen sowie bei plötzlichem oder sehr starkem Haarausfall gehört eine ärztliche Abklärung an den Anfang.